Fernweh

Dies ist ein merk­wür­di­ges Wort. Es ist ja nicht die Fer­ne, die weh­tut – anders als in Zahn­weh oder Kopf­weh bei­spiels­wei­se. Eigent­lich soll­te es viel­leicht bes­ser Fern­sucht hei­ßen.

Aber nichts­des­to­trotz gibt es das Fern­weh natür­lich. Ich habe es selbst schon oft genug emp­fun­den – wie man an vie­len Bil­dern auf mei­ner ande­ren Sei­te fotooo.de sehen kann. Die Anzie­hungs­kraft der Fer­ne zu spü­ren, so sehr, dass es einen nicht zuhau­se hält, ist ein urmen­sch­li­cher Trieb. Ohne ihn gäbe noch hau­fen­wei­se wei­ße Fle­cke auf den Land­kar­ten. Und auf dem Mond wäre wohl auch noch nie­mand gewe­sen.

Wie oft im Deut­schen hat das Fern­weh einen – wenn auch völ­lig unter­schied­li­chen – Zwil­ling. Das Heim­weh zieht uns unwi­der­steh­lich in die Gegen­rich­tung. Bis das Fern­weh wie­der die Ober­hand gewinnt.

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