Geisel und Geiselnehmer

Face­book macht auf nett.

Jetzt beschwe­ren sich schon Jour­na­lis­ten1)DJV-Ver­bands­spre­cher Zör­ner, wenn Face­book ankün­digt, weni­ger »Nach­rich­ten« zu ver­brei­ten.2)Zuckerberg’s Move Kaum zu glau­ben. Ein Hei­se-Leser hat dafür die schö­ne Dia­gno­se »Stock­holm-Syn­drom« gestellt – also die merk­wür­di­ge Kame­ra­de­rie zwi­schen Gei­sel und Gei­sel­neh­mer, die sich ein­stellt, wenn der Zustand der Abhän­gig­keit nur lan­ge genug anhält.

Sol­len wir jetzt etwa glau­ben, dass Face­book der Ret­ter des Jour­na­lis­mus im All­ge­mei­nen und der bedroh­ten Medi­en im Beson­de­ren ist? Dabei ist das Gegen­teil rich­tig.

Nicht min­der rat­los hin­ter­lässt mich die Sor­ge von Jeff Jar­vis3)Facebook’s Chan­ges, Face­book kön­ne ange­sichts sei­ner Rol­le in der Gesell­schaft sei­ne Ver­ant­wor­tung nicht ein­fach auf­kün­di­gen.

Doch, den­ke ich, genau das kann und soll­te Face­book tun4)… wird es aber natür­lich nie­mals.. Das soge­nann­te Sozia­le Netz­werk miss­braucht seit lan­gem unge­hemmt eine Macht, die ihm nicht zusteht. Da gibt es aus mei­ner Sicht nichts zu refor­mie­ren. Das muss auf­hö­ren.

Anmerkungen   [ + ]

1. DJV-Ver­bands­spre­cher Zör­ner
2. Zuckerberg’s Move
3. Facebook’s Chan­ges
4. … wird es aber natür­lich nie­mals.

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