Heuchelei von links

»Aber, dass Herr Maaßen de fac­to beför­dert wird, ist für mich wirk­lich unfass­bar. Das Innen­mi­nis­te­ri­um wird zur Res­ter­am­pe für unhalt­ba­re poli­ti­sche Beam­te. Dass die SPD das mit­trägt, ist für mich unfass­bar.« Lin­ken-Frak­ti­ons­chef Diet­mar Bartsch

Manch­mal kann ich nur dar­über schmun­zeln, dass Jour­na­lis­tIn­nen sich von NVA-Fall­schirm­jä­ger Bartsch so einen Satz auf den Block dik­tie­ren oder ins Mikro­fon spre­chen las­sen und das sen­den oder dru­cken. Unwi­der­spro­chen. Ohne Einordnung.

Denn selbst­re­dend ver­folgt jemand wie der SED-Nach­fol­ge­par­tei-Ver­tre­ter eine ganz eige­ne Agen­da im »Fall Maaßen«. Ver­fas­sungs­schutz muss einem wie Bartsch ja unheim­lich sein – ganz egal, wer da Prä­si­dent des Amtes ist. Es müf­felt für mei­nen Geschmack auch ein wenig nach Quer­front. Aber viel­leicht bin ich da überempfindlich.

Den Jagd­kampf jeden­falls beherrscht der ehe­ma­li­ge Luft­sturm­mann halt immer noch. Nicht nur par­tei­in­tern. Tar­nen, Täu­schen und Vernebeln.

Viel­leicht ist genau der rich­ti­ge Zeit­punkt, an die­ser Stel­le mal an den Umgang der SED-Wie­der­gän­ger mit einer ande­ren »unhalt­ba­ren« Per­son zu erin­nern. Da sieht es fast so aus, als sei die Frak­ti­on der Links­par­tei die Res­ter­am­pe für hoch­ran­gi­ge Sta­si-Spit­zel.

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