Maulwurf im Bärenpelz

Kuckuck! I bims, die Digi-Doro! Foto: Tobi­as Koch

Eine Frau mit Visionen

Das kann ja Eiter wer­den. Kaum im Amt, macht die CSU-Ver­tre­te­rin mit mar­ki­gen Sprü­chen klar, dass die Welt nur auf sie gewar­tet hat. [1]Hel­mut Schmidt: »Wer Visio­nen hat, der soll­te zum Arzt gehen«

Was genau sie eigent­lich qua­li­fi­ziert, Staats­mi­nis­te­rin für Digi­ta­les im Kanz­ler­amt gewor­den zu sein, bleibt rät­sel­haft.[2]Die übli­che Kun­ge­lei, wahr­schein­lich Auch nach mehr­fa­cher Lek­tü­re des (kur­zen) Lebens­laufs.

Anschei­nend reicht es aus, einen Twit­ter-Account zu haben. Des­sen Nut­zer­ver­hal­ten übri­gens ein­mal wis­sen­schaft­lich unter­sucht wur­de. Bär war Mit­glied einer Ver­suchs­grup­pe. Also im Grun­de genau wie jetzt auch.

Neben­bei bemerkt ist ja das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um nicht gera­de als Kader­schmie­de ers­ter Güte bekannt.

Sicher ist schon jetzt, dass sie auf Sci­ence-Fic­tion steht (Flug­ta­xis) und auf auto­nom fah­ren­de Autos (mög­li­cher­wei­se kei­ne gute Auto­fah­re­rin).[3]Der Unsinn vom inter­net-gelenk­ten Auto­ver­kehr

Und dass sie den Daten­schutz (18. Jahr­hun­dert!) für den Grund allen Übels und die Ursa­che der man­geln­den Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen daten­miss­brau­chen­den Indus­trie hält. Also, wenn man die Mög­lich­kei­ten von Goog­le und Face­book zum Maß­stab nimmt.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nun wäre es ja nicht das ers­te Mal, dass groß­mäu­li­ge CSU’­ler – sogar sol­che mit ade­li­ger Abstam­mung – irgend­wann böse auf die Schnau­ze fal­len. Die Fra­ge ist dann aber, wie groß der Flur­scha­den ist, den sie bis dahin ange­rich­tet haben.

Immer­hin schei­nen in der Schwes­ter­par­tei CDU eini­ge Leu­te ein Auge auf die Visio­nä­rin zu haben und auf­zu­pas­sen, dass Bärs Bäum­chen nicht in den Him­mel wach­sen.

Gut mög­lich auch, dass Digi-Doro sich im Ber­li­ner Kom­pe­tenz-Dickicht verheddert.

Wol­len wir aber mal bis zum Beweis des Gegen­teils anneh­men, dass der Teich, in dem sie planscht, nicht ein biss­chen zu groß für sie ist. Falls doch – schwim­men kann sie ja hof­fent­lich. Als ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Bezirks­ver­ban­des Unter­fran­ken der Was­ser­wacht im Baye­ri­schen Roten Kreuz.

Anmer­kun­gen

1 Hel­mut Schmidt: »Wer Visio­nen hat, der soll­te zum Arzt gehen«
2 Die übli­che Kun­ge­lei, wahrscheinlich
3 Der Unsinn vom inter­net-gelenk­ten Autoverkehr

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