Teig mit Intarsien

Man sieht deut­lich, wie sich Sau­er- und Haupt­teig nicht rich­tig ver­mischt haben. Hier war das Brot drei Tage alt.

Die meis­ten Brot­bä­cker zei­gen ger­ne ihre Erfol­ge. Ich auch. Aber was ist mit den Miss­erfol­gen? Schließ­lich lernt man aus Feh­lern. Und es klappt halt nicht immer so, wie man sich das vor­stellt. Bei nie­man­dem, möch­te ich mal behaup­ten.

Feh­ler­quel­len gibt es vie­le. Rezept falsch gele­sen. Oder rich­tig gele­sen, aber das Rezept ist feh­ler­haft. Nicht rich­tig umge­rech­net. All­zu wild Zuta­ten aus­ge­tauscht. Fal­sche Tem­pe­ra­tur beim Garen oder Backen. Und dann gibt es ja noch den Fak­tor Mensch.

Ich zum Bei­spiel habe bei mei­nem letz­ten Dop­pel­back ver­ges­sen, den Sauer­tei­gan­satz vom Vor­abend zuzu­ge­ben. Und das, obwohl die Schüs­sel genau neben unse­rer klei­nen Schwe­din stand. Ein­fach nicht gese­hen. Unkon­zen­triert. Und ich wun­de­re mich, war­um der Teig so tro­cken und fest ist und sich kaum kne­ten lässt. Erst nach eini­gen Minu­ten hat es Klick gemacht.

Es ist aber gar nicht so ein­fach – wohl eher unmög­lich -, den Sauer­teig nach­träg­lich ein­zu­ar­bei­ten. Natür­lich habe ich es ver­sucht, und es ist auch ein optisch halb­wegs anspre­chen­der Teig gewor­den. Aber nach dem Backen und dem Anschnei­den zeig­te sich die Schlam­pe­rei gna­den­los.

Geschmeckt hat das Brot zwar, und man­cher hat auch gar nichts bemerkt. Aber ich natür­lich doch. Man sieht genau, wo sich die Tei­ge nicht gut ver­bun­den haben und der Sauer­teig so eine Art Intar­si­en gebil­det hat.

Pas­siert mir nicht wie­der. Hof­fe ich. 🙂

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