Warum nicht mal Kalchkendlkastenkruste?

Dann mal mit ein wenig gute But­ter tes­ten. Ja, ich habe zu früh ange­schnit­ten. Die Röll­chen verr­ra­ten es. Ich konn­te nicht anders. 😉

Tja, mei­ne Kalch­kendlkrus­te heu­te sieht ganz anders aus als die­je­ni­gen Bro­te, die als Inspi­ra­ti­on dien­ten. Aber das woll­te ich ja so. Ent­schei­dend ist der Geschmack. Und der ist prima.

Ges­tern hat­te ich noch vor, das Brot frei­ge­scho­ben zu backen. Heu­te mor­gen habe ich mich spon­tan ument­schie­den und es in die Form gebannt. Aus kei­nem spe­zi­el­len Grund – wir mögen es ein­fach so.

Dem Geschmack hat das kei­nen Abbruch getan, zumal das Rezept mit sei­nen drei Sauer­tei­gen ansons­ten nur unwe­sent­lich ver­än­dert wur­de. Statt Wei­zen­mehl 550 habe ich Din­kel­mehl 630 ver­wen­det. Und hin­zu kamen 2,5 Gramm Brot­ge­würz (Anis, Kori­an­der, Kümmel).

Kna­ckig, ker­nig – so mag ich die Kruste.

Vor dem Ein­schie­ßen habe ich den Laib abge­stri­chen, ein­ge­schnit­ten und mit Hafer­kleie bestreut. Das bringt beim Kau­en noch das gewis­se Extra. Mei­ne Vari­an­te hat nicht ganz so viel Krus­te wie ein frei­ge­scho­be­nes Brot, aber das macht nichts. Außer­dem habe ich das Brot nach Ende der Back­zeit vom Kas­ten befreit, den Ofen aus­ge­stellt und es noch 12 Minu­ten auf dem Stein gelas­sen, so dass auch die Flan­ken noch etwas mehr Rös­tung abbe­kom­men haben. Die Ober­sei­te war ohne­hin schön knusprig.

Der Ofen­trieb war nicht üppig, aber okay. Der Geschmack ist viel­schich­tig und kräf­tig mit Noten von Nuss und Kara­mell. Die Säu­re ist ange­nehm und nicht zu domi­nant. Die Kru­me ist weder wat­te­weich noch fest – genau rich­tig. Mei­ne Test­esse­rin mach­te es kurz und prä­gnant: »Lecker!«

Was will man(n) mehr?

Ich könnt‹ schon wie­der… wenn ich nur das Bild sehe. Selbst­ge­mach­te Wraps sind nicht zu toppen.

Und damit der Küchen­bul­le an lan­gen Back­ta­gen bei Kräf­ten bleibt, braucht er natür­lich anstän­di­ge Ver­pfle­gung. Wraps – aus eige­nem Teig, ver­steht sich – sind da immer eine gute Wahl. Die geba­cke­nen Wraps wer­den groß­zü­gig mit Sau­ce ein­ge­stri­chen (ganz ein­fach: Crè­me fraîche mit Knob­lauch und Zitro­ne, etwas Salz) und dann mit mari­nier­tem, gebra­te­nem (Hähnchen-)Fleisch, Toma­te, Salat, Pari­ka und Zwie­bel gefüllt. Manch­mal gebe ich etwas Schär­fe hin­zu. Heu­te nicht.

Wenn sich das alles im Mund ver­bin­det – gran­di­os. [1]Tipp: Ein Bogen But­ter­brot­pa­pier, gefal­tet und um das unte­re Ende gelegt, erleich­tert den Ver­zehr unge­mein.

Anmer­kun­gen

1 Tipp: Ein Bogen But­ter­brot­pa­pier, gefal­tet und um das unte­re Ende gelegt, erleich­tert den Ver­zehr ungemein.

Schreibe einen Kommentar