Ein wahrhaft fetter Stift

Vorher – nachher. Der Prototyp aus Akazie ist noch nicht fertig geschliffen, nicht geölt oder gewachst oder lackiert.

Heute war der Schuppen Testlabor. Der Plan war, aus einem handelsüblichen Fallminenstift von Koh-i-Noor einen vorzeigbaren Stift aus Holz mit 5.6-mm-Mine zu machen. Das hat auch, mehr oder weniger, geklappt.

Es gab wie erwartet mehrere Probleme. Die Maße des Stiftes sind speziell. Sie passen nicht zu den üblichen Bausätzen für diverse Schreiber, die für Drechsler angeboten werden. Das bedeutet auch, dass die gewohnten Mandrels und Bushings nicht passen. Einspannen zum sicheren Drechseln ist also nicht so einfach. Und man muss mit zwei verschiedenen Bohrdurchmessern arbeiten, um das alte Innenleben des Stiftes verwenden zu können.

Für beides habe ich eine Lösung gefunden. Allerdings werde ich zwei weitere Holzbohrer mit jeweils einem halben Millimeter größeren Durchmesser beschaffen müssen. Andernfalls lässt sich zwar ein funktionierendes Gewinde schneiden, aber beim Einschrauben der Stift-Mechanik wird der dünne Holzkorpus auseinandergedrückt und reißt.

Das alles lässt sich beheben. Die möglichen Fallen zu finden, dazu diente ja der heutige Testlauf. Immerhin entstand auch ein funktionierender Prototyp, der sich zum Beispiel als Markierstift in der Werkstatt benutzen lässt. Die Risse sind ja nur kosmetisch und werden mit etwas Sekundenkleber verschlossen. Der Stift liegt viel besser in der Hand als das Original und ist deutlich aufgewertet.

Die nächste Verwandlung eines Plastikschreibers zu einem edlen Schreibgerät sollte dann problemlos klappen. 🙂

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